In die Fahrbahn eingefräste Induktionsschleifen sind seit Jahrzehnten der Standard unter den Verkehrsdetektoren. Viele Straßenbetreiber fragen sich daher, ob Schleifen auch liegengebliebene Fahrzeuge erkennen können oder ob die Videodetektion über Verkehrskameras die bessere Wahl ist. Diese Seite vergleicht beide Technologien für genau diese Aufgabe.
So funktionieren Induktionsschleifen
Eine Induktionsschleife ist eine Drahtspule, die in einen Schlitz im Asphalt eingelegt und mit einem Schleifendetektor im Schaltschrank am Straßenrand verbunden ist. Fährt ein Fahrzeug mit Metallkarosserie über die Schleife, ändert sich deren Induktivität und der Detektor registriert das Fahrzeug. Induktionsschleifen sind zuverlässig für das Zählen von Fahrzeugen, die Messung der Belegung und die Schätzung der Geschwindigkeit an ihrem Einbauort.
Warum Schleifen liegengebliebene Fahrzeuge schwer erkennen
- Sie sehen nur ihren eigenen Punkt: Eine Schleife erkennt ein Fahrzeug nur direkt über sich. Schleifen werden meist in Abständen entlang der Strecke eingebaut, sodass ein Fahrzeug, das zwischen zwei Messquerschnitten liegen bleibt, nicht direkt erkannt wird.
- Nur indirekte Erkennung: Schleifenbasierte Ereigniserkennung schließt meist aus Änderungen von Geschwindigkeit oder Belegung weiter stromaufwärts auf ein Ereignis. Bei schwachem Verkehr treten solche Änderungen unter Umständen gar nicht auf.
- Standstreifen und Nothaltebuchten: Schleifen liegen in der Regel nur in den Fahrstreifen, ein Fahrzeug auf dem Standstreifen befindet sich daher meist außerhalb ihrer Reichweite.
- Einbau und Wartung in der Fahrbahn: Das Einbauen oder Reparieren einer Schleife bedeutet Fräsarbeiten und Fahrstreifensperrungen, und bei Deckensanierungen werden Schleifen häufig beschädigt.
Videodetektion über vorhandene Verkehrskameras
Die Videodetektion analysiert das Bild einer Verkehrskamera und erfasst damit den gesamten Bereich, den die Kamera sieht – alle Fahrstreifen, den Standstreifen und die Nothaltebuchten –, nicht nur einen einzelnen Punkt. Unsere Software erkennt mit künstlicher Intelligenz Fahrzeuge, die dort halten, wo sie nicht sollten, und alarmiert den Operator, der die Situation direkt im Kamerabild prüfen kann.
Da sie mit den vorhandenen IP- oder analogen (CCTV-) Kameras arbeitet, sind für die Installation weder Arbeiten in der Fahrbahn noch Fahrstreifensperrungen nötig. Mehr dazu unter Funktionsweise.
Vergleich: Induktionsschleifen vs. Videodetektion
| Induktionsschleifen | Videodetektion (unsere Software) | |
|---|---|---|
| Erfassungsbereich | Der Punkt über der Schleife | Das gesamte Kamerabild |
| Liegenbleiber zwischen Detektoren | Nur indirekt, über Verkehrsänderungen | Direkt im Bild erkannt |
| Standstreifen und Nothaltebuchten | Meist nicht erfasst | Erfasst, wenn im Kamerabild; Bereiche können maskiert werden |
| Prüfung durch den Operator | Aus den Schleifendaten nicht möglich | Operator sieht das Kamerabild |
| Installation | Fräsarbeiten in der Fahrbahn, Sperrungen | Zugriff auf den vorhandenen Videostream |
| Zähl- und Geschwindigkeitsstatistik | Bewährt | Daten zu Häufigkeit und Dauer von Halten |
Schleifen und Video ergänzen sich am besten
Die Videodetektion muss Ihre Schleifen nicht ersetzen. Schleifen bleiben eine gute Quelle für Verkehrszählungen und Geschwindigkeitsdaten, während die Videodetektion ergänzt, was Schleifen nicht leisten können: die direkte Erkennung eines liegengebliebenen Fahrzeugs an jeder Stelle des Kamerabildes. Unsere Software lässt sich neben bestehenden Detektoren in Ihre Verkehrsleitzentrale integrieren – als Teil Ihrer automatischen Ereigniserkennung.
Unsere Liegenbleibererkennung ist auf Schnellstraßen in der Slowakei und in Tschechien im Einsatz. Kontaktieren Sie uns, um über Ihre Streckenabschnitte zu sprechen.
